Es ist geschafft!!!
42,195 km liegen hinter mir. Die Beine sind kaputt, die Füße blutig, aber ansonsten geht's mir richtig gut!!!
Ja was war das für ein ereignisreicher Tag. Frühes Aufstehen bei blendendem Wetter, so begann der Tag. Die Anspannung vor dem was mich erwartet war von Anfang an da. Nach dem alle Vorbereitungen abgeschlossen waren, ging es dann in Richtung Start. Dort stand zuerst ein Fototermin auf dem Programm bevor es in die Startbox ging. Leider war Yogi, unser 4:45-Pace Maker in Startblock D eingeteilt, während alle Neulinge ohne Zeit mit Startblock E vorlieb nehmen mussten. Als dann der Startschuß fiel, haben Michael und ich uns in Richtung Startlinie auf den Weg gemacht. Die war schneller überquert als erwartet und so ging dann jeder in seinem Tempo auf die Strecke. Die Stimmung war bombig, vor allem in den Stadtkernen Bottrop, Gladbeck, Gelsenkirchen (dort vor allem am Come Together Point) und auch am Schluss in Essen. Mein erstes Ziel war es, den vor mir, zusammen mit Botschafterin Bettina Mecking, laufenden Yogi einzuholen, was ich nach 8 Kilometern und den ersten zwei Besuchen meiner "Groupies" an der Strecke auch geschafft hatte. Danach ging es in der Gruppe weiter. Und das war doch sehr von Vorteil. Zum einen kamen nette Gespräche zustande, zum anderen waren die anderen in den entscheidenden Punkten als Stütze zur Verfügung. Die erste Probleme bekam ich bei den Anstiegen nach dem Come Together Point. Einmal war es soweit, dass ich von der Gruppe, die inzwischen durch die Borbecker Raketen ergänzt worden war, abreißen lassen musste, da haben Bettina und Gerd mich zurück an die Gruppe geführt. Bei Kilometer 35, am Getränkestand, sind mir dann aber endgültig die Beine geplatzt.
Nichts ging mehr. Erstmal Cola trinken, Wasser und Bananen zu mir nehmen und mit Wasser über Kopf und Beine erfrischen. Anschließend habe ich mich langsam weiter auf die Strecke begeben, ermuntert von den vielen Zuschauern und wiederum von meinen "Groupies", die insgesamt 9 mal (!!!) an der Strecke standen. Danke dafür, das war echt großartig und sehr hilfreich. Danach hatte ich 2 Kilometer richtig Probleme, ich würde fast sagen, der Mann mit dem Hammer hat mir einen Besuch abgestattet. Aber je mehr es Richtung Ziel ging, desto besser wurden wieder die Beine. Und der letzte Kilometer wurde einfach nur noch zum Triumpflauf, das war mein insgesamt schnellster Kilometer auf der ganzen Strecke. Echt wahnsinn, wie man von den Anfeuerungen der Zuschauer und dem Ziel vor Augen nochmal letzte Kräfte mobilisieren kann. Am Ende standen 4:48:46 auf der Uhr, nur knapp oberhalb der angestrebten 4:45, ich bin also sowas von zufrieden und glücklich, das ich die Tortur hinter mir habe.
Morgen werde ich dann noch einen ausführlicheren Bericht schreiben, dann garniert mit Fotos und Impressionen von der Strecke.
