Und jetzt ist auch der letzte Testlauf geschafft...

Die einen haben ihren Marathon hinter sich gebracht, die anderen sind in den letzten Zügen des Trainings. Erstmal allen, die schon gelaufen sind: Glückwunsch zu eurer Leistung, ich hoffe, ihr seid mit eurem Ergebnis zufrieden oder seht zumindest die Basis, auf der sich aufbauen lässt.

Mein Training befindet sich, wie angedeutet, in den letzten Zügen. Nach den 15km im Stadion am letzten Mittwoch gab es am Freitag die letzte Einheit über 20. Für gestern war dann noch ein Testwettkampf oder ersatzweise ein Testlauf im Wettkampftempo über 10km angesagt. Da ich gestern leider durch eine von unserem Verein ausgerichtete Veranstaltung verhindert war und anschließend mich nicht mehr dazu aufraffen konnte, hab ich den Testlauf auf heute verschoben. Also habe ich mir eine Strecke von 10km, genaugenommen waren es 9,8, ausgemessen. Als Puls hatte ich mir eine Grenze von 87% gesetzt, damit sollte ein scharfes Tempo möglich sein, ich aber nicht die Gefahr laufen, zu übersäuern. Ich hatte mir also ungefähr die Kilometer gemerkt und von Anfang an war ich in einem Tempo unterwegs, dass ich in der Form über so lange Distanzen lange nicht gelaufen bin. Zu Beginn war Eva noch dabei, doch gehandicapt von einer Woche Antibiotika und so war schnell klar, dass ich die Runde alleine Laufen muss, wenn ich das Ziel der Einheit erreichen will. Und so gings dann rund um Dorsten entlang am Kanal und durch den Barloer Busch. Die erste Stelle wo ich genau die Entfernung wusste, war Kilometer 3. Der Blick auf die Uhr verriet: Bombenzeit, wenns so weiter geht, wird das Ziel für nach dem Marathon, die 10km unter einer Stunde zu laufen, deutlich unterboten.

Dort wo ich dachte, dass KM5 erreicht war, war ich mit 30:09 immer noch im Soll. Im Nachhinein hat sich herrausgestellt, dass da schon fast 5,5km erreicht waren. Je weiter ich Richtung Ziel kam, desto besser war das Gefühl in den Beinen, desto mehr wuchs die Euphorie ob der Zeit.

Als ich dann am Ende die Uhr angehalten habe, waren die 9,8km in 54:57 zurückgelegt, was also ungefähr einer 10km-Zeit von 56 Minuten entspricht. Gegenüber den 1:04 im letzten Herbst und vor allem den fast 1:08 vor knapp 12 Wochen bei der WLS ein klasse Ergebnis. Das abwechslungsreiche Training hat sich also zumindest für die kurzen Distanzen schon einmal ausgezahlt. Und gleichzeitig habe ich jetzt eine Zeit, mit deren Hilfe ich mir die endgültige Taktik für den Marathon zurecht legen kann. Doch dazu gibt es dann bald mehr Informationen.

Noch ein Tipp für Leute, die Laufstrecken suchen oder ausmessen wollen: www.runningahead.com gefällt mir besser als alle anderen Seiten, die ich vorher ausprobiert habe. Vor allem die zusätzlichen Funktionen wie die Anzeige des Höhenprofils zu den Strecken, die unterschiedlichsten Möglichkeiten zum Führen eines Trainingsbuchs, die Einbindung der Karten in andere Seiten, etc. gefallen mir sehr gut. Wer sowas sucht, sollte diese Seite probieren.