Spritzig, Spritzig, Spritzig!

So sollten sich nach der langen langsamen Einheit vom Wochenende die Beine anfühlen. Und Yogi sollte Recht behalten. Die Beine waren sowas von am Jucken, das Tempo wollte nur so raus. Es wurde also gestern eine Einheit, die die Euphorie weiter steigen lässt, denn die Form stimmt.

Dabei hatte ich vorher eigentlich kein so gutes Gefühl. Ich hatte mich eigentlich darauf eingestellt, dass am Freitag mit 20km die härteste Einheit der Woche ansteht, doch als ich vorgestern einen Blick in den Trainingsplan geworfen habe, fiel mir auf, dass die bevorstehende Woche nochmal ziemlich hart werden sollte. Auf dem Programm standen 7 Intervalle über 800m in jeweils unter 4:29 Minuten. Das entspricht einem Kilometerschnitt von knapp 5:36, also deutlich unterhalb der anvisierten Zielmarke von 7 Minuten. Da ich, zumindest nicht bewusst, während meines Trainings noch nicht so schnell gelaufen war und auch noch keine Runden im Stadion gedreht hatte, hab ich mir folgendes überlegt: Ich wollte nicht so sehr auf die Zeit achten, viel mehr sollte der Puls im Vordergrund stehen. Dieser sollte in den Intervallen gleichmäßig unterhalb der anaeroben liegen, also bei 87%. Zwischen den Intervallen waren jeweils 800m Trabpause, sowie 2km Ein- und Auslaufen eingeplant. Insgesamt also 38 Runden im Kreis, 15,2km lang.

Als ich auf der Bahn war, habe ich gemerkt, dass 400m-Runden eigentlich gar nicht so lang sind. Die ersten 5 Runden zum Einlaufen gingen locker flockig aus den Beinen, mit niedrigem Puls aber gar nicht so hoher Zeit, so dass ich optimistisch war, doch die Zeit von 4:29 locker schaffen zu können. Im Endeffekt kamen bei den Intervallen jeweils ne Zeit von 4:10 bis 4:20 raus, wobei es nach hinten hin bei gleicher Belastung immer schneller wurde. Das entspricht einem Tempo von 5:13, und ich war echt erstaunt, dass es so gut geklappt hat. Zwar wurde es nach einiger Zeit relativ langweilig, da es nur im Kreis rund ging und auch das mitzählen war nicht ganz einfach, aber es hat doch alles sehr gut geklappt, so dass ich am Ende die 15 km in 1:42 gelaufen bin, also schneller als bei der Winterlaufserie in Duisburg und das trotz der vielen langsamen Runden zur Erholung. Die ansteigende Formkurve ist also deutlich zu erkennen und mittlerweile bin ich sicher, dass ich den Marathon erfolgreich beenden werden.

Nochmal Danke an Yogi für den Tipp, das hat ja richtig gut funktioniert.