Überlegungen zum Restprogramm
Auf Nachfrage von Dietmar habe ich mal meine Überlegungen zum Restprogramm in Worte gefasst. Das ist wieder soviel geworden, dass ich mir überlegt habe, dass ich daraus einen eigenen Blog-Eintrag machen kann, in den Kommentaren würde dass ansonsten zu sehr untergehen.
Hallo Dietmar,
ich habe auf Tipp von meinen Brüdern mein Training völlig nach dem Plan aus dem Buch "Runner's World Marathon - die besten Programme: Erfolgreich laufen mit Runner's World" von Thomas Steffens und Martin Grüning ausgerichtet. Meine Brüder sind auch damit relativ erfolgreich gelaufen, der eine hat eine Bestzeit von 2:33, ich hoffe, dass ich weniger als das doppelte brauchen werde.
In dem Buch sind 12-Wochen-Intensivtrainingspläne für alle möglichen Zeitvorgaben abgedruckt, wobei ich nach dem Plan für 4:29:59 trainiert habe, in der Hoffnung, dass ich den Marathon unter 5 Stunden absolvieren kann. Ich hab das Buch grade nicht hier, da ich in der Uni sitze, aber soweit ich mich erinnern kann, ist eigentlich für Sonntag noch ein 10km-Testwettkamp geplant, den ich in der Form leider nicht einbauen kann, da ich verhindert bin und hoffe, überhaupt die 10 am Sonntag laufen zu können. Anschließend geht alles völlig in die Regeneration, dass heißt, dass nur noch Einheiten bis max. 60 Minuten gelaufen werden, in der letzten Woche dann nochmal deutlich weniger. Den genauen Plan kann ich heute abend mal beschreiben.
Ziel dabei ist es, die Akkus, die nach der anstrengenden Vorbereitung geleert sind, möglichst optimal wieder zu füllen. Dazu liegt dann auch vor allem in der letzten Woche ein Augenmerk auf der Verpflegung, 65-70% sollten Kohlenhydrate sein. Die kurzen Einheiten dienen dann dazu, die bisher aufgebaute Form zu halten und dass so, dass die Akkus dabei nicht belastet werden.
Das sagt zumindest die Theorie, wenn ich das richtig verstanden habe. Die Idee mit der langen Regeneration beruht auf Studien mit Spitzensportlern, die in entscheidenden Wettkämpfen bessere Leistungen und auch bessere körperliche Werte zeigen konnten, wenn nicht bis zum Wettkampf trainiert wurde, sondern der Körper die Chance zur Erholung bekommen hat.
Soviel zur Theorie, ich verlasse mich derzeit einfach darauf, dass ich mich mehr oder weniger strickt (ab und an sind ja Einheiten auf Grund von körperlichen oder zeitlichen Einschränkungen ausgefallen) an den Plan gehalten habe und damit am 13. Mai auf den Punkt genau vorbereitet bin und den Marathon durchstehen werde.
Und nachdem ich die Ergebnisse der letzten Wochen betrachte, bin ich optimistisch, dass es klappt. Denn endlich habe ich deutliche Fortschritte erkennen können, vor allem im Bereich Gewicht und Puls. Mehr als 6 Kilo habe ich verloren, ich bin zwar noch nicht bei meinem Traumgewicht, aber wenn ich mich noch stärker an Ernährungstechnischen Aspekten orientiert hätte, wäre ich auch das, und damit mehr als zufrieden. Ich kann mittlerweile langsame Einheiten mit nem Puls von 140 bzw. knapp oberhalb von 140 laufen, vor weniger als einem halben Jahr, wahrscheinlich sogar weniger, war es mir fast nicht möglich, mit einem Puls unterhalb von 160 laufend zu bewegen.
Ich hoffe, dass ich die hinter meinem Restprogramm stehenden Überlegungen halbwegs verständlich in Worte habe fassen können. Falls noch nähere Informationen zu den restlichen Einheiten gewünscht sind, einfach fragen, dann werde ich im Vorhinein und nicht erst nach den Einheiten davon berichten.
Ich wünsche euch allen einen schönen sonnigen und erfolgreichen Tag.
Gruß, Nils
