Generalprobe geglückt
Heute stand die Generalprobe für den Marathon auf dem Programm. Und was bot sich da mehr an, als an der Generalprobe teilzunehmen? Geplant war es, von der Zeche Zollverein entlang der alten Erzbahntrasse bis zur Jahrhunderthalle in Bochum und wieder zurück zu laufen.
Für Verpflegung hatten die Veranstalter gesorgt, genügend Läufer waren auch da, also ging es gemeinsam in unterschiedlichen Leistungsgruppen auf die Strecke. Ich hatte mir vorher überlegt, ob ich mich vielleicht dem Gerd von den Borbecker Raketen anschließen soll, um zu testen, ob ich deren für den Marathon geplantes Tempo von 6:45, immerhin 15 Sekunden schneller als mein geplantes Tempo, mithalten kann und so beim Marathon eine Gruppe habe, der ich mich anschließen kann. Von dieser Idee wurde ich aber vom Yogi wieder abgebracht, mit dem Hinweis, dass ich doch schön langsam laufen soll, ansonsten bringen die langen Einheiten nichts. Bei nem geplanten Tempo von 7 Minuten müsste ich 8 im Training laufen. Ich hab mich dann heute also doch der langsamsten Gruppe mit geplanten 7:30 angeschlossen.
Der Lauf hat mir echt Spaß gemacht, gemeinsam in einer Gruppe, alle im gleichen Tempo, auch wenn man sich nicht kannte, das war eine schöne Erfahrung. Und so ging es nach einer kurzen, knapp 2km langen Runde um die Kokerei Zollverein auf die Strecke Richtung Bochum. Die Strecke ist sehr schön zu laufen, zwar ein wenig staubig, aber relativ flach und ohne Verkehr, wunderbar, vielmehr kann man da eigentlich nicht zu sagen. Gelaufen wurde ein schönes gleichmäßiges Tempo, lockere Unterhaltungen waren auch drin, das hat echt Spaß gemacht. Das einzige Manko heute: ich hatte nicht beachtet, dass in meiner Gruppe kein anderer dabei war, der auch zu Fuß den Rückweg zurücklegen wollte. So stand ich also irgendwann vor der Überlegung, was zu tun ist. Eigentlich wollte ich mich der ersten Gruppe, die uns wieder entgegen kommt, anschließen und mich dann von Gruppe zu Gruppe zurückfallen zu lassen, bis ich in der 7er-Gruppe angekommen bin. Und wieder gabs ein Problem. Die Gruppen wollten uns nicht entgegen kommen. Nur einige einzelne Läufer waren zu sehen.
Als dann die Gruppen kamen, war es für mich schon wieder zu spät zum Umdrehen. Die Jahrhunderthalle nur noch wenige Meter entfernt, der Rückweg somit 17km lang und das, nachdem schon fast 19 gelaufen waren. Die Getränke waren aufgebraucht, der letzte Getränkestand aber geschätze 5km zurück. Da ich aber eigentlich nur 30km auf dem Plan stehen hatte, hab ich mich dann dazu entschlossen, doch den Bus mit zurück zu nehmen und nicht mehr umzudrehen.
Anschließend bin ich dann nach Hause gefahren, habe Eva ins Auto geladen und dann sind wir zusammen noch ein weiteres Ründchen gelaufen, so dass am Ende die kompletten 30km, zwar nicht ganz am Stück, aber auch mit nicht mal einer Stunde Pause dazwischen, geschafft waren. Und das alles bei dem herrlichen Wetter. Ein wunderbarer Tag.
Jetzt steht am Donnerstag oder Freitag nur noch ein 20km-Lauf auf dem Plan, dann ist alles geschafft, danach kommen nur noch Einheiten bis 60 Minuten Länge.
Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit dem aktuellen Stand der Dinge. Ich denke: Der Marathon kann kommen.
Und zu heute bleibt mir nur noch weniges zu sagen: Danke. Danke an alle, die mit mir gelaufen sind, ich fands echt toll, mal in einer Gruppe zu laufen. Danke an die Veranstalter, die Idee war großartig, die Organisation auch. Und Danke an Gerd und Yogi für die Tipps, die ich bekommen habe. Mal sehen, was die nächste Einheit sagt, ob das langsame Laufen heute erfolgreich war.
