Die Hoffnung ist zurück
In den letzten Tagen standen ein paar Einheiten an, um zu testen, ob und wielange die Achillessehne hält. Nach dem diese alle erfolgreich zurückgelegt waren (über 40, 50 und 70 Minuten) standen dann heute zum ersten Mal 30km an.
Um mir gar nicht erst die Möglichkeit zum Verkürzen der Strecke zu geben, habe ich mir eine Runde ausgesucht, die mich erst nach 30km zurück zur Haustüre bringen sollte und welche keine Runden enthielt, die man sich hätte sparen können. Geplant war, die 25km-Runde des Bottroper Herbstwaldlaufes und daran anschließend nach Hause zu laufen. Los gings an der Zeche Haniel. Eva war so nett, mich auf dem Rad zu begleiten und genügend Getränke im Rucksack mitzuschleppen, so dass ich mich ohne zusätzlichen Balast auf den Weg machen konnte. Das erste Problem trat schon vor dem Start auf. Ich hatte vergessen, mir die Strecke auszudrucken und musste mich also auf meine Erinnerungen an Google Maps verlassen, da ich die Runde in der Form bisher noch nicht gelaufen hatte.
Anfangs war das noch kein Problem, doch schon noch 7 km haben wir leider den falschen Abzweig genommen. Eigentlich nicht schlimm, da wir ja die ungefähre Richtung wussten, aber für die Einschätzung der zurückgelegten Strecke war das natürlich tödlich. Erst die letzten 10km waren dann wieder bekannt und einschätzbar, was doch wieder richtig gut getan hat.
Insgesamt lief es alles sehr gut. Der Puls war durchgängig konstant niedrig (vorher habe ich es noch nicht geschafft, bei nem Puls von 140 zu laufen), so dass am Ende ein Durchschnittspuls von 150 auf der Uhr stand, was mich doch sehr froh gemacht hat. Auf den letzten Kilometern haben dann die Kniee ein wenig weh getan, aber ich denke, das bleibt nicht aus. Ansonsten gabs keine Probleme, auch wenn zwischendurch die üblichen Zweifel aufkamen. Aber als die Haustür erreicht war, war ich nur noch stolz darauf, angekommen zu sein. Denn eigentlich hätte mit einem deutlich schlechterem Ergebnis gerechnet, nach dem, was in den letzten zwei Wochen so alles war. Und nach dem traditionellen Osterlamm-Essen gestern abend dachte ich, dass es eher ein Rollen als ein Laufen wird.
Aber jetzt sind zum ersten Mal die 30 geschafft, genau genommen warens auf Grund der geänderten Streckenführung sogar 31, und auch wenn ich sagen muss, dass alle weiteren Kilometer wohl ziemlich hart geworden wären, bin ich doch optimisch, dass ich diese am 13. Mai auch noch schaffen werde. So gehts jetzt guter Dinge in die letzten 50 Wochen.
